Clipart 1es freut uns sehr, dich jede Woche mit einem neuen Experiment zu überraschen. Naturwissenschaften machen so viel Spaß, oder? Wir hoffen, du bleibst fleißig dran. 

Die Schule hat schon begonnen, aber Zeit fürs Experimentieren bleibt immer. Heute wartet auf dich ein neuer spannender Versuch. Wusstest du, dass deine Zunge eine Landkarte sein kann?

 

 

Die Zungenlandkarte 

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  • Das brauchst du:  Salz, Zucker, Essig, Wasser, Löffel, drei Untertassen, Spiegel, Wattestäbchen, roter, grüner, blauer Stift, die Zungenlandkarte: Vorlage (findest du unten) oder selbst gezeichnet
  • So geht´s: Gieße jeweils etwas Wasser in die drei Untertassen. Gib je einen Teelöffel Salz in die erste, Zucker in die zweite und zwei Teelöffel Essig in die dritte Untertasse. Dann rühre mit dem Löffel um. Tauche nun das erste Wattestäbchen in die Zuckerlösung und tupfe damit auf deine Zunge, beobachte dich dabei im Spiegel. Zeichne rote Punkte in deiner „Zungenlandkarte“ ein, wo du die süße Lösung geschmeckt has. Führe den gleichen Versuch mit neuen Wattestäbchen mit der salzigen (blau) und sauren (grün) Lösung durch.

Wie sieht deine „Zungenlandkarte“ nun aus? 

*Das ist die Vorlage für deine Zungenlandkarte: 

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  • Erklärung: Die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen nehmen wir auf der gesamten Zunge wahr, da unsere „Geschmacksfühler“ für die verschiedenen Geschmäcker überall sitzen. Es gibt lediglich Unterschiede, wie intensiv du etwas schmeckst. Die „Geschmacksfühler“ sind nicht überall auf der Zunge in gleicher Anzahl und Dichte vorhanden. Wir besitzen in der Mitte der Zunge die wenigsten „Geschmacksfühler“.
  • Die Zungenspitze reagiert aber besonders empfindlich auf süß. Die vorderen Zungenränder vor allem auf salzig, die hinteren Zungenränder stärker auf sauer.Die hintere Zungenmitte ist auf bitterspezialisiert. 
  • Du hast nur drei Geschmacksrichtungen getestet. In der Apotheke kannst du einen Bitterstoff (Magnesiumsulfat oder Bittersalz) kaufen. „Geschmacksfühler“ für bitter kommen auch überall vor, aber besonders viele sitzen am Zungengrund. Mittlerweile unterscheidet man auch noch „umami“. Diesen Geschmack nimmt man besonders stark im Rachenraum wahr. 

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Für die Erwachsenen:

Der eigentliche Geschmacksinn liegt buchstäblich auf der Zunge. Dort sind die meisten der Geschmacksrezeptoren („Geschmacksfühler“) angesiedelt, die sich außerdem noch in der Mundschleimhaut und im Bereich des Rachens befinden. Sie signalisieren dem Menschen, was süß, sauer, bitter, salzig oder umami ist. 

Der Geschmacksinn ist ein „Nahsinn“ und übernimmt die Funktion einer lebenswichtigen „Eingangskontrolle“ – er zeigt in Sekundenschnelle, ob ein Lebensmittel eventuell ungenießbar ist. Das Schmecken ist eine Wahrnehmung, die das Überleben sichern hilft, auch im Sinne einfacher „Muster“: bitter = giftig, sauer = unreif und süß = nahrhaft. 

Seit 1909 gibt es einen fünften Basis-Geschmack: Er heißt „umami“ und wird durch Glutamat vermittelt. Glutamat kommt in Fleisch, Fisch und Käse vor. In Form des Geschmacksverstärkers Mononatriumglutamat kommt „umami“ in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz, um den Eigengeschmack von Lebensmitteln zu verstärken. „Umami“ ist das japanische Wort für „wohlschmeckend, köstlich-würzig“ und steht für einen fleischig-fettigen Sinneseindruck.  

 

Wie hat dieser Versuch geklappt? Lernen kann so viel Spaß machen!

Wir werden für dich weiterhin jeden Mittwoch auf unserer Webseite ein Experiment veröffentlichen, das du zuhause durchführen kannst. Es kommen neue, noch spannende Versuche, die dich von der Welt der Wissenschaft weiter begeistern werden! 

Schick uns gerne ein Bild (gemalt oder als Foto) von deinem Versuch an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und du kannst eine kleine Überraschung gewinnen. Bis nächste Woche! 

Deine Simona vom „wo-wissen-wächst“-Team

 

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